Über uns

Bayerisches Hauptmünzamt – ältestes Unternehmen Münchens

Als das mit über 850 Jahren, älteste Unternehmen Münchens steht das Bayerische Hauptmünzamt bis heute in den Bereichen der Umlaufmünzen und der Sammlermünzen, aber auch auf dem Sektor der Herstellung von Dienstsiegeln und Medaillen, für Qualität.

War in den vergangenen Jahrhunderten noch der Metallwert für die Qualität und Güte einer Münze von Bedeutung, so liegen heute im Zeichen der Technisierung die Anforderungen auf den spezifischen Eigenschaften der Münzen. In diese Eigenschaften der Münzen fließen in verschiedener Weise die Wünsche und Vorschläge von Interessengruppen, wie etwa des Blindenverbandes oder der Automatenindustrie, aber auch der Aspekt der Fälschungssicherheit, ein.

Im Zuge dieser Entwicklung wurde und wird im Bayerischen Hauptmünzamt auf neue Methoden und Technologien gesetzt, sowohl in der Produktion als auch in der Durchführung von Qualitätskontrollen.

Außerdem wird auch in Zusammenarbeit mit der Zulieferindustrie und dem Kunden versucht diese Entwicklung aktiv mit zu gestalten.

Dieses System, als Schnittpunkt zwischen Zulieferer und Kunden, hat sich in über 50 Jahren der DM – Produktion, bewährt und wird sich auch in der Herstellung etwa der Euro – Münzen aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit weiterhin bewähren. Dadurch stellt sich das Bayerische Hauptmünzamt als idealer Partner für Kunden mit hohen Ansprüchen dar.

Damit besitzt das Bayerische Hauptmünzamt für den globalen Wettbewerb in dem schmalen Sektor der Münz- und Medaillenproduktion eine gute Voraussetzung für den Aufbau und Ausbau einer dauerhaften Stellung am Markt. Die erreichte Stellung ist allerdings nur durch ein funktionierendes Management und ein gelebtes, anpassungsfähiges Qualitätsmanagementsystem auf Dauer zu halten und zu erweitern.

Allgemeines zum Bayerischen Hauptmünzamt

Das Bayerische Hauptmünzamt ist neben Berlin, Hamburg, Karlsruhe und Stuttgart eine der fünf deutschen Münzprägestätten. Derzeit werden hier rund 21 % der sich in Deutschland in Umlauf befindlichen neuen Münzen geprägt. Diese Münzen sind durch das Münzzeichen „D“ erkennbar, welches im Zuge der Übernahme der Münzhoheit durch das Deutsche Reich 1871 vergeben wurden.

Das Hauptmünzamt ist als Staatsbetrieb des Freistaates Bayern gewinnorientiert ausgerichtet.

Neben der Produktion von Umlaufmünzen gehören zur Produktpalette auch die Herstellung von Sammlermünzen, Medaillen und Dienstsiegel für die Ämter und Behörden im Freistaat Bayern.

Das Betriebsgebäude in der Zamdorfer Straße in welchem sich das Hauptmünzamt heute befindet, wurde 1986 fertiggestellt und im gleichen Jahr bezogen. Der Prägebetrieb im Alten Marstall entsprach nicht mehr den Anforderungen eines modernen Industriebetriebes.

Unser Qualitätsanspruch

Um im gemeinsamen Europäischen Markt, aber auch weltweit im Bereich der Münz- und Medaillenherstellung die Position des Bayerischen Hauptmünzamtes zu sichern und auszubauen, wurde, ein für Kunden transparentes, Vertrauen schaffendes Qualitätssystem installiert.

Das uns bereits entgegengebrachte Vertrauen entbindet uns nicht von der Pflicht das prozessorientierte System beständig den Anforderungen der Zeit anzupassen und auszubauen. Dadurch hat der Kunde die Sicherheit, daß seine Forderungen und Erwartungen an das Bayerische Hauptmünzamt erfüllt werden.

Eine erfolgreiche, vorausschauende Qualitätspolitik ist dabei die Basis für ein langfristiges Bestehen am Markt und damit eine Sicherung der Arbeitsplätze.

Ständige Qualifizierung der Mitarbeiter mittels Schulungen schaffen das Bewußtsein dem Produkt – und somit dem Kunden – verbunden zu sein und verinnerlichen das Qualitätsbewußtsein.

Oberstes Ziel ist es die Kundenforderungen zu erfüllen und die Prozesse derart zu gestallten, daß dabei die eigene Wirtschaftlichkeit nicht vernachlässigt wird. Fehlermöglichkeiten und Fehler sollen bereits in einer frühen Prozeßphase erkannt und beseitigt werden.

Auf der Grundlage eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wird das System ständig überprüft und weiter entwickelt. Die Initiative soll dabei von allen Mitarbeitern ausgehen wobei beide Richtungen durch die Verantwortlichkeitsebenen möglich sein müssen.

Umweltschutz

Nicht erst seit der Zertifizierung wird Umweltschutz im Bayerischen Hauptmünzamt praktiziert.

Das Bayerische Hauptmünzamt (HMA) mit Sitz in München sieht sich, als ein Unternehmen des Freistaats Bayern, den Bürgern gegenüber verpflichtet besonders Umweltaspekte in seiner Handlungsweise zu berücksichtigen.

Ein wesentliches Merkmal der Unternehmensphilosophie ist das Umweltbewußtsein als integraler Baustein in den Unternehmensbereichen zu verinnerlichen.

Das HMA realisiert dies auf allen Ebenen durch eine klare Zielsetzung zur Umweltpolitik. Zur Umsetzung der Umweltziele stellen die gesetzlichen Anforderungen dabei Mindestanforderungen dar. Die Zertifizierung nach ISO 14001 soll dies dokumentieren.

Das Ziel unsere Produkte umweltfreundlich zu entwickeln und herzustellen, erfordert die Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette und kann nur dann erreicht werden, wenn jeder am Prozeß beteiligte Mitarbeiter ein klares Verständnis der Umweltpolitik erhält. Dies wird durch regelmäßige Qualifizierungsmaßnahmen der verantwortlichen Mitarbeiter sowie durch stetige Information und Schulung aller Mitarbeiter erreicht.

Die Verantwortung Umweltbelastungen auszuschließen oder wenigstens so gering wie möglich zu halten, sieht das HMA nicht nur im Innenverhältnis. Auch in den Geschäftsverhältnissen mit Kunden und Lieferanten wird darauf verwiesen, einen schonenden Umgang mit den Ressourcen zu pflegen.

Einen ständigen Verbesserungsprozeß hinsichtlich des Umweltschutzes im HMA zu durchlaufen, sehen wir als unsere Verpflichtung.

Fortschritt geprägt von Tradition

Günther Waadt

Mission

Die Zukunftssicherung des wirtschaftlichen Erfolgs des Münzprägestandortes in Bayern steht im Vordergrund. Basierend auf der hoheitlichen Aufgabe, definiert über das Deutsche Münzgesetz, werden wir durch Erlangen globaler Wettbewerbsfähigkeit unsere Position am Markt festigen.

Vision

Traditionell ist die Münzprägung für unser Unternehmen nicht nur standardgemäß eine Aufgabe, sondern vor allem die Verpflichtung unsere Auftraggeber mit qualitativ hochwertigen Produkten zu beliefern. Durch die Erweiterung der Geschäftsfelder auf dem Weltmarkt (Verkauf von Münzprodukten, Technologie, etc.) soll die technologische Führerschaft für den Münzbereich erhalten und ausgebaut werden. Technisch anspruchsvolle Lösungen werden mit hoher Effizienz in kurzer Zeit erfolgreich umgesetzt. Das Bayerische Hauptmünzamt sieht als eine seiner Kernaufgaben, die Innovation in der Münzherstellung voranzutreiben. Das Bayerische Hauptmünzamt möchte schrittweise ein wettbewerbsfähiger Anbieter und Systemlieferant in der Münzbranche werden.

Werte

Durch die Präsenz des Bayerischen Hauptmünzamtes in allen bedeutenden nationalen und internationalen Gremien der Münzwelt suchen wir bewusst die Nähe zu unseren Kunden. Die vertrauensvolle Entwicklung und Pflege einer Geschäftsbeziehung liegt uns ebenso am Herzen wie ein außerordentliches Produkt. Dabei nutzt das HMA die vorhandenen hervorragenden Fähigkeiten seiner Mitarbeiter und treibt zusätzlich eine stete Weiterqualifizierung des Personals voran. Nicht verfügbare Ressourcen (Recht, Vertrieb und Einkauf) werden durch vertrauensvolle transparente Zusammenarbeit mit externen Unternehmen gesichert. Auf Grundlage eines Kennzahlensystems wird die Entwicklung des HMA im Wettbewerb regelmäßig bewerten.

Daten und Zahlen

Einweihung: 16.07.1986
Hauptnutzfläche: 3.830m²
Nettogrundrissfläche: 5.950 m²
Bruttorauminhalt: 33.400 m3
Grundstücksgröße: 14.399 m²
Prägekapazität: ca. 1.000.000.000 Stück pro Jahr

Das Bayerische Hauptmünzamt ist Lieferant von:

  • Mono- und Bicolormünzen
  • Vollmetall: alle Metalle und Legierungen
  • Plattierte Werkstoffe (alle Kombinationen)
  • Galvanisiert: Nickel, Messing, Bronze und Kupfer (Ein- und Mehrschicht)

 

Innovative Technologien

Shaped Coins

Bei der sogenannten „Shaped Coin“ handelt es sich um eine Bi-Color-Münze mit speziell geformten Rändern. Die technische Neuerung basiert auf dem ebenfalls geformten Außenrand des Kerns dessen Form sich im Innenrand des Rings wiederfindet.
Die Herstellung erfolgt über speziell entwickelte Zuführelemente in der Prägemaschine.

Microglyph Code

Beim Microglyph Code handelt es sich um eine Strichcodierung, die einen patentierten Code enthält. Diese Technik wird bereits in verschiedenen Industrien zur Sicherung vor Plagiaten angewendet. Das Besondere an diesem Code ist, dass er bis zu 80% unlesbar gemacht werden kann und dennoch seine Information behält.
Bei der 10 Euro Gedenkmünze „FIS Alpine Ski WM 2011“ wurden bestimmte Informationen im Trikot des Skifahrers als Microglyph Code hinterlegt.

Flipflop Coin (Wendemünze)

Die Flipflop Coin ist auf der einen Seite gold- und auf der anderen Seite silberfarben.
Musterprägungen einer Flipflop Coin in Bi–Color-Technologie wurden ebenso erprobt. Hintergrund dieser Technologie war, eine gleichmäßige Erkennung von zwei unterschiedlichen Materialien zu erreichen.

Three Material Coin (TMC)

Diese Bimetallmünze weist die Besonderheit auf, dass Ring und Kern durch einen hochwertigen lichtdurchlässigen Polymerring getrennt werden. Der Polymerring fungiert nicht nur als Isolierschiecht zwischen den beiden Metallen, sondern stellt durch seine Transluzenz ein besonderes visuelles Sicherheitsmerkmal dar. Besondere Fertigungsverfahren gewährleisten, dass die 3 Komponenten fest zusammengefügt werden können und trotz der unterschiedlichen Materialien die Anforderungen an eine Umlaufmünze erfüllen.
Die erste, vom Bayerischen Hauptmünzamt und den Entwicklungspartnern patentierte, TMC ging mit der Ausgabe einer 5 Euro Gedenkmünze (»Planet Erde«) für die Bundesrepublik Deutschland erstmals 2016 in Serie und wird mit der Serie »Klimazonen der Erde« in den Jahren 2017 bis 2021 fortgeführt.

Bayernmedaille

»100 Jahre Freistaat Bayern und 200 Jahre Bayerische Verfassung«
Die Medaille aus Feinsilber folgt dem Prinzip der TMC-Technologie mit einem lichtdurchlässigem Polymerring.